Unternehmergemeinschaft

Stadt Hemmoor e.V.

Fachkräftemangel begegnen

Wirtschaftgespräch der hiesigen Gewerbevereine mit Referat zum Projekt „Besser hier“

HEMMOOR. Fachkräftemangel ist das Schreckensszenario jeder unternehmerischen Entwicklung. Auch in Deutschland macht sich das Fehlen gut ausgebildeter Arbeitnehmer immer stärker bemerkbar und verhindert damit wirtschaftliches Wachstum. Ein Problem, mit dem auch die Mitglieder der hiesigen Gewerbevereine zu kämpfen haben.

Grund genug, sich bei ihrem Wirtschaftgespräch intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die Unternehmergemeinschaften Hechthausen und Hemmoor sowie die Gewerbevereine Cadenberge und Lamstedt hatten dazu ins Hemmoorer Rathaus eingeladen. Gut 30 Gäste, auch aus dem Raum Kehdingen, waren gekommen, um sich das neue Projekt der Süderelbe AG mit dem Namen „Besser hier“ vorstellen zu lassen.

Es will bundesweit für das Cuxland werben und so potenzielle Fachkräfte für die Region anwerben, wie Projektmanager Jöran Wrana erläuterte. „Im Raum Cuxhaven dauert es rund 155 Tage, bis eine offene Stelle wieder besetzt werden kann.“ Laut einer Studie hätten im vergangenen Jahr rund 200 000 Arbeitslose für eine neue Beschäftigung ihren Wohnort gewechselt. Nur müssten sie von den freien Stellen erfahren und die Bedingungen passen, so Wrana. Hier gelte es, gezielt Werbung zu machen für die hohe Lebensqualität im ländlichen Raum.

„Aber auch die eventuellen Partner der Arbeitssuchenden müssen wir im Blick behalten und ihnen ebenfalls ein passendes Angebot unterbreiten.“ Die Hauptzielgruppe sieht der Projektmanager bei Rückkehrwilligen, etwa nach dem Studium oder aus privaten Gründen. Auch Touristen gehörten dazu und latent unzufriedene Angestellte, die nach seiner Erfahrung sehr wechselwillig seien. Um die hiesigen Betriebe in den Fokus dieser Menschen zu ziehen, hilft das Projekt „Besser hier“ mit gezielter Werbung in sozialen Medien und erhöht so die Reichweite von Stellenanzeigen. Zurzeit wird an einem Fünf-Punkte-Programm für den Landkreis Cuxhaven gearbeitet, dass die Vorzüge der Region herausstellen soll. Außerdem sollen Betriebe zur Marke auf dem Arbeitsmarkt entwickelt werden, etwa durch Firmenporträts und einem Karriere-Blog, auf dem sich Erfahrungen austauschen lassen

Für Unternehmen ist die Beteiligung an dem Projekt kostenlos, da es durch die Europäische Union gefördert wird. Alle Informationen gibt es im Internet - www.yojo.de. (ts)